Day 11: halfway there! Dolphin surprise.
Halbzeit.
1.500 Seemeilen lagen hinter uns, seit wir die Galapagosinseln verlassen hatten. Eine ebenso lange Strecke trennte uns noch von den Marquesas-Inseln. Zehn Tage auf See hatten wir bereits hinter uns. Wahrscheinlich lagen noch zehn weitere vor uns. Insgesamt hatten wir seit Panama achtzehn Tage auf dem offenen Meer verbracht.
Der Morgen begann damit, dass wir die letzten Bananen- und Stachelannone-Reste zu Pfannkuchen verarbeiteten. Lecker!!!
Direkt danach setzten wir unsere mittlerweile fast schon symbolische Toilettenreparatur-Mission fort. Unter den wachsamen Augen von „Bob“ oder „Bobi“ – unserem Rotfußtölpel, der sich offenbar entschlossen hatte, Teil der Crew zu werden. Er saß stundenlang da, den Kopf leicht geneigt, als würde er unsere völlige technische Inkompetenz analysieren.
Zwei Tage lang hatten wir versucht, dieses verdammte Rohr zu reinigen.
Wir schütteten Säure hinein. Salzsäure. Wir bliesen den Druck manuell durch die Rohre, indem wir buchstäblich mit dem Mund in den Abfluss der Toilette pusteten. Wir stocherten mit Kabeln hindurch. Wir schwitzten. Wir fluchten. Wir diskutierten. Und ehrlich gesagt, war das genau die Art von Problem, die man wahrscheinlich viel ruhiger in einem Hafen mit festem Boden unter den Füßen hätte lösen können, anstatt mitten im Pazifik.
Schließlich gab der Kapitän auf. Zumindest vorerst.
Der Wind war gut, also beschlossen wir stattdessen, den Parasailor zu hissen und den Code 0 einzuholen. Sofort änderte sich die Stimmung an Bord. Alle nahmen wie von selbst ihre Positionen ein. Hände. Leinen. Kommandos. Konzentration. Diesmal funktionierte alles erstaunlich reibungslos. Der Parasailor zog uns ruhig und kraftvoll vorwärts, als hätte das Boot plötzlich beschlossen, von selbst zu segeln.
Nach dem Mittagessen, das wir anschließend zubereiteten, fiel ich in ein komplettes Fresskoma. Mein Körper schaltete einfach ab. Ich schleppte mich aufs Vordeck und saß dort mindestens zwei Stunden lang halb lethargisch. Unfähig mich zu bewegen. Nur ich, der endlose Pazifik und Bobi, der mich mit demselben stoischen Gesichtsausdruck anstarrt, den er zuvor schon in der Toilettensituation an den Tag gelegt hatte.